Bundesfrauenministerin Manuela Schwesig hat am 3. November die Kampagne zum Equal Pay Day 2016 gestartet, die unter dem Motto "Was ist meine Arbeit wert?" steht.
Im Fokus der Kampagne stehen Berufe mit Zukunft. Dazu gehören Berufe in Erziehung und Pflege, die allerdings vergleichsweise schlecht bezahlt werden, obwohl sie für die Gesellschaft von zentraler Bedeutung sind. Dies müsse sich auch in der Bezahlung der Erzieherinnen und Erzieher oder Pflegerinnen und Pfleger niederschlagen.
"Frauen bekommen in Deutschland im Durchschnitt 22 Prozent weniger als Männer", betonte Manuela Schwesig. Es sei daher eine Frage der Gerechtigkeit, das Prinzip gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit zu realisieren. Auf die Frage 'Was ist meine Arbeit wert?', könne es nur eine Antwort geben: Genauso viel wie die der Männer!"
Katja Mast MdB, baden-württembergische SPD-Generalsekretärin und Sprecherin für Arbeit und Soziales der SPD-Bundestagsfraktion, erklärt dazu: „Die SPD handelt, um mehr Gerechtigkeit in der Arbeitswelt herzustellen. Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig hat die Frauenquote erfolgreich eingeführt. Vom Mindestlohn profitieren insbesondere viele Frauen. Was jetzt folgen muss, ist gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit. Die Lohnschere zwischen Frauen und Männern muss endlich bekämpft werden – wir schreiben das Jahr 2015, da sind Lohnlücken, wie wir sie in Deutschland haben, einfach nur noch peinlich.“
Talkrunde (v.l.: Andrea Schiele, Diana Bayer (Landesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Frauen und Gleichstellungsbeauftragten), Prof. Dr. Silke Laskowski, Luisa Boos)
ASF-Landesdelegiertenkonferenz wählt neuen Landesvorstand
Andrea Schiele ist die neue Landesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF) Baden-Württemberg. Sie erhielt bei der ASF-Landesdelegiertenkonferenz am 24.10.2015 in Ulm 82,6 % der Stimmen. Andrea Schiele ist damit Nachfolgerin von Anette Sorg, die dem ASF-Landesvorstand insgesamt acht Jahre angehört hatte, davon vier Jahre als Landesvorsitzende, und nicht mehr kandidiert hatte. Sie wurde von den Delegierten mit lang anhaltendem Beifall verabschiedet.
Am 24. Oktober findet die AsF-Landesdelegiertenkonferenz mit Neuwahlen in Ulm statt. Anette Sorg wird nicht erneut als Landesvorsitzende kandidieren. Die AsF Baden-Württemberg bedankt sich für ihr langjähriges und leidenschaftliches Engagement für die Gleichstellungspolitik in Baden-Württemberg. Sie wird als Mensch als auch mit ihrer Fachkompetenz sehr fehlen.
Durch den Rückzug von Anette Sorg und Sonja Elser (aus gesundheitlichen Gründen) muss sich der AsF Landesverband an der Spitze neu aufstellen. Für den Posten der Landesvorsitzenden hat die bisherige Stellvertreterin Andrea Schiele ihre Kandidatur erklärt. Auf die beiden Positionen der Stellvertreterinnen bewerben sich die bisherige Pressereferentin Luisa Boos und SPD-Landesvorstandsmitglied Rebecca Hummel. Die AsF Baden-Württemberg ist zuversichtlich, dass erneut viele starke, engagierte Frauen dem AsF-Landesvorstand angehören werden und sie mit ungeminderter Kraft in den SPD-Landesverband und die Gesellschaft hinein wirken werden.
Katrin Altpeter , Ministerin für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren hat das neue Chancengleichheitsgesetz vorgestellt, das zuvor vom Landeskabinett zur Anhörung freigegeben wurde. Es soll dazu beitragen, Frauen und Männer im öffentlichen Dienst gleichzustellen und mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen. „Wir schaffen die Voraussetzungen dafür, dass mehr Frauen in Spitzenpositionen kommen und Beschäftigte mit Familien- und Pflegeaufgaben in ihrer beruflichen Entwicklung unterstützt werden“, so Katrin Altpeter.
Mit dem neuen Gesetz werden insbesondere die Rechte und Einflussmöglichkeiten der Beauftragten für Chancengleichheit ausgeweitet. Außerdem werden hauptamtliche Gleichstellungsbeauftragte in Stadt- und Landkreisen und Städten ab 50 000 Einwohnern künftig Pflicht. Weitere Informationen erhaltet ihr in der angehängten Pressemitteilung der Landesregierung sowie darüber hinaus auf unserer Homepage www.spd-bw.de.
Zum 1. Juli 2015 wird das neue ElterngeldPlus wirksam, das im November 2014 im Deutschen Bundestag beschlossen wurde. Hierzu erklärt die Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) Elke Ferner:
Eltern, deren Kinder ab dem 1. Juli 2015 geboren werden, profitieren vom neuen ElterngeldPlus. Damit ermöglichen wir es Männern und Frauen, die familiäre Sorge und den Beruf partnerschaftlicher zu teilen und die Elternzeit flexibler zu gestalten.